Seit 2024 ist media/rep/ bereits ein Teil des FID Media, was sich bisher aber weder im Namen noch im Erscheinungsbild widergespiegelt hat. Nun erfolgt die Umbenennung in FID Media Publish und auch das Design wurde im Zuge des neuen Corporate Design überarbeitet. Inhalte, Struktur und Funktionen bleiben aber alle wie gewohnt. Wenn Sie Publikationen einreichen möchten, wenden Sie sich bitte an: fid-media-publish@uni-marburg.de

Heideggerian AI

Abstract

Seit vielen Jahren hat Hubert Dreyfus der Künstlichen-Intelligenz-(KI)-Forschung vorgeworfen, sie sei wegen ihrer inneren Abhängigkeit vom Rationalismus von Anbeginn an ein degenerierendes Forschungsprogramm gewesen. Dreyfus stützt sich in seiner Kritik auf Einsichten, die er u.a. bei Heidegger und Merleau-Ponty vorfindet: Was wir in der Erfahrung als Wissen erwerben, werde von uns nicht re-präsentiert, sondern werde uns in bedeutungsvollen Situation präsentiert. Statt also (wie dies der Repräsentationalismus annimmt) unseren Sinnesdaten erst im nachhinein eine Bedeutung zuzuordnen, werden diese gemäß der hermeneutischen Phänomenologie direkt als signifikant erfahren. Die neurobiologische Grundlage dafür sieht Dreyfus in der Attraktortheorie Walter Freeman's. In seiner radikalen Ablehung des Repräsentationalismus verkürzt Dreyfus aber Heideggers Phänomenologie auf einen eliminativen Pragmatismus. Damit bleibt letztlich wieder offen, wie propositionales Wissen (knowing that) im Unterschied zu impliziten Fertigkeiten (knowing how) zustande kommt

Citation

Copy Citation

BibTex

Except where otherwise noted, this item's license is described as In Copyright

Keywords:

Künstlichen-Intelligenz-ForschungWissenhermeneutische PhänomenologieAttraktortheorie