Opazität und Transparenz: Überlegungen zum poietischen Potenzial in Chris Wares Comics und Animationen
Opazität und Transparenz: Überlegungen zum poietischen Potenzial in Chris Wares Comics und Animationen
Abstract
Chris Ware ist bekannt für seinen reflektierten Umgang mit gedruckten Comicheften und -büchern. Doch auch digitale Comics und Animationen sind ein wiederkehrender und ein immer größeren Raum einnehmender Bestandteil seines OEuvres. In diesem Beitrag wird der These nachgegangen, dass sich in Wares Comics und Animationen ein poietisches Potenzial zeigt, das in der gleichzeitigen Transparenz und Opazität der Werke liegt. Einerseits eröffnen sich in ihnen in scheinbarer Durchlässigkeit transparente Sichten auf eine andere Welt; andererseits kommen ihnen auch opake Qualitäten zu, die ihre materielle Erscheinung und dingliche Präsenz betonen. Anhand des gedruckten Comics BUILDING STORIES (2012), des digitalen Comics TOUCH SENSITIVE (2011) und der Animation MOVING IMAGES (2015) wird herausgestellt, wie durch verschiedene (inter)mediale Strategien das Gemachtsein der Comics und Animationen reflektiert und durch Verweise auf die Entstehungsvorgänge im späteren Rezeptionsprozess erfahrbar gemacht wird. Das Ausstellen des Ins-Werk-Setzens steht jedoch nicht losgelöst für sich, sondern wird für die zu erzählende Geschichte fruchtbar gemacht.
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Keywords:
ComicFilmPoiesisSelbstreflexivität
