Seit 2024 ist media/rep/ bereits ein Teil des FID Media, was sich bisher aber weder im Namen noch im Erscheinungsbild widergespiegelt hat. Nun erfolgt die Umbenennung in FID Media Publish und auch das Design wurde im Zuge des neuen Corporate Design überarbeitet. Inhalte, Struktur und Funktionen bleiben aber alle wie gewohnt. Wenn Sie Publikationen einreichen möchten, wenden Sie sich bitte an: fid-media-publish@uni-marburg.de

Figuren begegnen in Filmen und Comics

Abstract

Wie begegnen wir Figuren in Filmen und Comics? Für Zuschauende und Lesende sind sie intuitiv zugänglich, nicht aber für die Analyse. Die vorliegende Studie grenzt sich von narratologisch und kognitionstheoretisch geprägten Theorien und Analysemethoden ab, die Figuren als fertige Subjekte denken, welche in ein mediales Gewand gekleidet den Zuschauenden und Lesenden gegenübertreten. Stattdessen werden Film-Sehen und Comic-Lesen als dynamische, von Subjektivität durchzogene Situationen untersucht. Konzipiert als Film- beziehungsweise Comic-Verhalten, bilden diese subjektivierten Dynamiken die Grundlage für das Entstehen von Figuren für Zuschauende und Lesende. Die Studie entwickelt eine phänomenologische Theorie und Methode, die es ermöglicht, über Beschreibungen dieser Verhalten die Begegnung mit Figuren zu analysieren. Sie diskutiert ausgehend von Maurice Merleau-Pontys Wahrnehmungsphilosophie filmphänomenologische Positionen und expliziert einen phänomenologischen Diskurs für die Comicforschung, den diese bislang vermissen lässt. Im Zentrum stehen Arbeiten von Chris Ware, Riad Sattouf und Marc Forster, deren Filme und Comics nicht nur Gegenstand analytischer Fallstudien sondern integraler Bestandteil der Theoriearbeit sind.

Citation

Copy Citation

BibTex

Except where otherwise noted, this item's license is described as:
Creative Commons - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen

Keywords:

FigurenPhänomenologieFilmComic