Seit 2024 ist media/rep/ bereits ein Teil des FID Media, was sich bisher aber weder im Namen noch im Erscheinungsbild widergespiegelt hat. Nun erfolgt die Umbenennung in FID Media Publish und auch das Design wurde im Zuge des neuen Corporate Design überarbeitet. Inhalte, Struktur und Funktionen bleiben aber alle wie gewohnt. Wenn Sie Publikationen einreichen möchten, wenden Sie sich bitte an: fid-media-publish@uni-marburg.de

Alienität und Alterität: Raumkonzepte in den Filmen David Leans

Abstract

Die Arbeitsthese dieser Arbeit ist, dass sich die Filme von David Lean über immer wiederkehrende Erzählmuster beschreiben lassen, bei denen ‚Räume‘ eine wichtige Funktion übernehmen. Räume übernehmen auch auf der Ebene der Erzählung eine Funktion und sind jenseits ihrer ästhetischen Erfahrbarkeit relevant. Zu Beginn von Leans Filmen findet der Zuschauer eine Art topografische Landkarte (topografische Räume) vor, die von unterschiedlichen Figuren mit jeweils unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen wird (semantische Räume). Was Leans Hauptfiguren mit bestimmten Räumen verbinden, widerspricht der herrschenden Norm ihres Umfeldes: Hier trifft Heimat auf Fremde, Himmel auf Hölle, Abenteuer auf Gefahrenpotenzial. An den Grenzen der Bedeutung von Räumen entstehen also inhaltliche Konflikte: Leans Hauptfiguren sind ‚anders‘, sehen ihre Welt ‚anders‘, entsprechen damit nicht der Norm und werden von ihrem Umfeld als Störfaktor wahrgenommen.

Citation

Copy Citation

BibTex

Except where otherwise noted, this item's license is described as:
Creative Commons Attribution Share Alike 4.0 Generic

Keywords:

NarratologieFilmanalyseFilmsemiotikRaumtheorieAlteritätAlienitätHeterotopie