Schwule Cowboys vor Postkartenlandschaft oder: Wie Ang Lee den amerikanischen Mythos neu erzählt – über “Brokeback Mountain” –
Schwule Cowboys vor Postkartenlandschaft oder: Wie Ang Lee den amerikanischen Mythos neu erzählt – über “Brokeback Mountain” –
Abstract
Ang Lees Cowboy-Film “Brokeback Mountain” war der Favorit der Oscar-Saison 2006. Zwar gewann schließlich das Sozial-Drama “L.A. Crash” die meisten Preise, aber drei Oscars, den Goldenen Löwen von Venedig und ein paar Golden Globes hat der Streifen schließlich doch abräumen können; Kritiker lieben ihn, das Publikum streitet und äußert sich ebenfalls überwiegend positiv. Wieder einmal hat das große, massenkompatible Kino seine Innovationskraft bewiesen: Schwule Cowboys vor Postkartenlandschaft, das gab es bisher nicht. Ang Lee erzählt den ur-amerikanischen Mythos vom Cowboy neu und beweist damit, wie sich längst totgeglaubte, fest im kulturellen Gedächtnis verankerte narrative Systeme erfolgreich reanimieren lassen.
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CowboyFilmHomosexualitätUSA
