Seit 2024 ist media/rep/ bereits ein Teil des FID Media, was sich bisher aber weder im Namen noch im Erscheinungsbild widergespiegelt hat. Nun erfolgt die Umbenennung in FID Media Publish und auch das Design wurde im Zuge des neuen Corporate Design überarbeitet. Inhalte, Struktur und Funktionen bleiben aber alle wie gewohnt. Wenn Sie Publikationen einreichen möchten, wenden Sie sich bitte an: fid-media-publish@uni-marburg.de

Sexualität und geschwätzige V/Erkennung. Das gaydar als mediale Regierungstechnologie

Abstract

Der Begriff gaydar bezeichnet eine imaginierte Technologie, die imstande sei, die Nicht‑/Queerness von Menschen unzweifelhaft zu identifizieren. Mit einer machtverhältnis­kritischen Perspektive problematisiert dieser Beitrag die habitualisierte Anwendung des gaydar – in einem Musikvideo innerhalb der queeren Community ebenso wie in Protokollen der Beweiswürdigung in Asylbewerberverfahren. Dabei wird technikgeschichtlich und macht-theoretisch argumentiert, dass das gaydar nach den epistemologischen Prinzipien des Radars operiert und ihm die Funktion einer Regierungstechnologie zukommt, die intersektional situiert ist. Mit Eve Kosofsky Sedgwick wird das gaydar so als eine paranoide Modalität theoretisiert, der das Produzieren von Erniedrigung strukturell eingeschrieben ist. Dem „Röntgenblick des paranoiden Impulses“ (Sedgwick) werden schließlich queere mediale Strategien zur Suspension des gaydar gegenübergestellt.

Citation

Copy Citation

BibTex

Except where otherwise noted, this item's license is described as:
Creative Commons Attribution Share Alike 4.0 Generic

Keywords:

MedientechnologieSexualitätQueerness

JournalIssues

Research Data

Event