Vom „minshu“ zum „mushin“. Kaisersystem und Populärkultur im Werk von Tetsuo Kogawa
Vom „minshu“ zum „mushin“. Kaisersystem und Populärkultur im Werk von Tetsuo Kogawa
Abstract
Der vorliegende Essay zeichnet die Auseinandersetzung des Kritikers und Radiokünstlers Tetsuo Kogawa (1941–) mit dem japanischen Kaisersystem nach und blickt dabei sowohl auf frühe Texte als auch auf das Spätwerk. Diskutiert wird Kogawas Auseinandersetzung mit dem Kaisersystem und mit den japanischen Massenmedien durch die Stellung der Mittelschicht in der Nachkriegszeit. In diesem Zusammenhang wird Kogawas zentrale Differenzierung der japanischen Populärkultur in „minshu bunka“ (demokratische Kultur) und „taishu bunka“ (Massenkultur) herausgearbeitet. Der Essay gliedert sich dazu in zwei argumentative Denkbewegungen: Zunächst werden „minshu bunka“ und „taishu bunka“ in ihrem Verhältnis zum Kaisersystem analysiert, anschließend werden diese Konzepte dann im Kontext der kolonialen Gewaltgeschichte ins Verhältnis zur Gegenwart gesetzt. Dabei zeigt sich, wie die schlussendliche Verkettung von „minshu“ („Demokratie“) und „mushin“ („leerer Geist“), die sich in Kogawas Spätwerk findet, sein kritisches Denken zwischen Politik und Poesie entfaltet.
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mushinminshuKaisersystemPopulärkulturJapan
