Becoming Kate. Der «Most Wuthering Heights Day Ever» als performatives Meme
Becoming Kate. Der «Most Wuthering Heights Day Ever» als performatives Meme
Abstract
Der Beitrag betrachtet den «Most Wuthering Heights Day Ever» – ein jährlich stattfindendes Event, bei dem sich weltweit Kate-Bush-Fans versammeln, um die Choreografie von deren Musikvideo «Wuthering Heights» nachzutanzen – und untersucht ihn als performatives Meme. Der Text zeichnet dabei den Remediationsprozess der Aneignung in öffentlichen Reenactments nach, die gefilmt und auf Social-Media-Plattformen verbreitet werden. In medienanthropologischer Perspektive kommen in diesen mimetischen Praktiken Körper- und Imaginationstechniken zum Tragen, um passives Affiziertwerdens in aktive (Tanz-)Bewegungen zu übersetzen. Der Beitrag schlägt vor, die tänzerische Vermittlung zwischen äußeren und inneren Bildern, zwischen physischen und medialen Räumen sowie individuellen und kollektiven Formen der Aneignung als postdigitale Folklore zu untersuchen.
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Performative MemesPostdigitale FolkloreMedienaneignungReenactment als RemediationMimetische Praktiken
