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Vom Close Reading zum Social Reading: Lesetechniken im Zeitalter des digitalen Texts

Abstract

Der vorliegende Aufsatz stellt die Frage, wie wir heute, im Zeitalter des digitalen Texts, lesen und nimmt dabei verschiedene Formen des Lesens in den Blick. Die ersten drei Abschnitte des vorliegenden Aufsatzes skizzieren die Techniken des Close und Deep Reading, des Distant Reading und des Hyper und Social Reading in ihren Grundzügen. Aufbauend auf diesen Begriffsgeschichten und -bestimmungen besprechen wir in den folgenden Abschnitten die Möglichkeiten, Grenzen und Risiken der unterschiedlichen Lesetechniken. Dabei tauchen Fragen auf wie: welchen Nutzen können Verlage und Buchhandlungen wie Amazon aus den Interpretationen ziehen, die Social Readers bereitwillig ins Netz stellen? Ermöglicht die computergestützte Analyse grosser digitalisierter Textmengen tatsächlich, wie von Distant Readers propagiert, eine objektivierte Form der Literaturgeschichtsschreibung? Vernachlässigt beim Close Reading die ausschliessliche Fokussierung auf den Text selbst nicht gerade das, was für viele Leserinnen die Literatur lesenswert macht, ihre Einbettung in historische und gesellschaftliche Zusammenhänge? Im zweiten Teil dieses Aufsatzes werden die jeweiligen Lesetechniken aus kulturkritischer Sicht auf ihre kognitiven und gesellschaftlichen Wirkungen, ihre wissenschaftspolitische (Selbst-)Positionierung und ihren Erkenntniswert hin befragt.

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Lesenclose readingdistant readingMethdologieMedienanalyse

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