Wie viel Gegenwart war in den Gegenwartsfilmen? Untersucht an zwei frühen DEFA-Filmen (1946-1949) mit Flüchtlingen und Vertriebenen als Protagonisten
Wie viel Gegenwart war in den Gegenwartsfilmen? Untersucht an zwei frühen DEFA-Filmen (1946-1949) mit Flüchtlingen und Vertriebenen als Protagonisten
Abstract
Bei der Darstellung von Gegenwart im DEFA-Film standen die Filmschöpfer vor einem Dilemma. Sie hatten sich nach dem II. Weltkrieg selbst die Aufgabe gestellt, Filme zu gestalten, die von „innerer Ehrlichkeit“ getragen sind, die die „Wahrheit suchen“ und das „Gewissen wachrütteln“. Gleichzeitig war aber von Anfang an Aufgabe des Films, erzieherisch im Sinne der Unterstützung bei der Herausbildung einer neuen (später dann sozialistischen) Gesellschaftsordnung zu wirken. Der Aufsatz untersucht diese Dichotomie zwischen selbst gestelltem Anspruch und politischer Vorgabe anhand zweier Filme und ergänzt damit frühere Arbeiten des Autors zur Geschichte des frühen DEFA-Films bis zur Gründung der DDR.
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DEFADeutscher NachkriegsfilmSowjetisch-besetzte Zone
