Seit 2024 ist media/rep/ bereits ein Teil des FID Media, was sich bisher aber weder im Namen noch im Erscheinungsbild widergespiegelt hat. Nun erfolgt die Umbenennung in FID Media Publish und auch das Design wurde im Zuge des neuen Corporate Design überarbeitet. Inhalte, Struktur und Funktionen bleiben aber alle wie gewohnt. Wenn Sie Publikationen einreichen möchten, wenden Sie sich bitte an: fid-media-publish@uni-marburg.de

Das topische Bild

Abstract

Fühlst du den öffentlichen Raum auch als dich zu einem Aspekt deiner Selbst reduzierend (z.B. zu einer Shopperin in der Mall, oder einer Beobachterin im Café)? Der vorliegende Text sieht den Grund darin, dass heutige Räume Bilder sind, und macht sich auf den Weg, die Ontologie dieser Phänomene, ihre Implikationen für die menschliche Existenz darin, und die Gründe ihres Entstehens zu erkunden. Während also bisherige Bildtheorien sich auf eine Diskussion von Bildern-in-Räumen beschränkten, möchte dieser Text eine neue Art von Bild in den bildtheoretischen Diskurs einführen: Raum-als-Bild. Nach einem Abgrenzen von bildlicher zu narrativer Konzeptualisierung von Raum wird argumentiert, dass Räume einen sogenannten „Bilderdruck“ beinhalten: Räume drängen uns dazu, uns ihren Rahmen anzupassen und konstant bereit zum Bild zu sein, also uns so zu benehmen, als wären wir immer schon im Bild. Als Grund dafür wird der bildliche Raum-Konsum unserer Mitmenschen angeführt, der unsere Aktionen im Raum zu Replikationen von bereits existierenden Bildern jener reduziert. Da Platon einst das Bild als atopoi, also nicht-örtlich und unmöglich zu verorten definierte, wird das hier diskutierte Phänomen provokant als “topisches“ Bild bezeichnet. Jedoch wird diese Bezeichnung nicht einfach nur vorgeschlagen, sondern kritisch diskutiert und seziert um sie auf ihre eigenen Möglichkeiten hin zu dehnen.

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RaumBildRaum-als-Bild

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