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Der Leib als Medium: Körperliche und seelische Naturerfahrung im Spielfilm

Abstract

Jeff Nichols Take Shelter und Lars von Triers Melancholia illustrieren die drohende Apokalypse im Zusammenhang mit meteorologischen und kosmischen Phänomenen. Fernab einer klassischen Überwältigungsästhetik schöpfen beide Filme ihre Suggestionskraft primär aus den psychophysischen Parametern ihrer Protagonisten. Referierend auf den Topos der „Seelenlandschaft“ wird die innere Natur durch die Spiegelung der äußeren Umwelt erlebt. Mensch und Kosmos, Natur und Individuum werden auf bildhafte Weise in einen psychosozialen Bedeutungskontext gestellt. Die genannten Filme sollen in diesem Aufsatz als Beispiele dienen für eine ästhetisch-narrative Kopplung von Natur und Figur. Die Inszenierung einer kollektiven Naturerfahrung auf Basis einer subjektiven Bewusstseinslage innerhalb der filmischen Diegese eröffnet den Bezugsrahmen für einen somatisch-phänomenologischen Rezeptionsansatz.

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Jeff NicholsLars von TrierPhänomenologieEndzeitfilmeNatur <Motiv>FilmwahrnehmungFilmrezeption

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