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Problemgeschichten. ‚Rezeption‘ in Hans Blumenbergs frühen Schriften

Abstract

Der Artikel erschließt den heuristischen Stellenwert des Begriffs der Rezeption für Hans Blumenbergs frühe Schriften. Blumenberg führt diesen Begriff in seiner Dissertation (1947) zur mittelalterlich-scholastischen Ontologie ein, um eine Dynamik zu beschreiben, in der die unausdrücklichen Voraussetzungen geschichtlicher Transformationsprozesse geschaffen werden, mit der aber auch die Thematisierbarkeit ontologischer oder historischer Probleme insgesamt fraglich wird. Anhand der Sammelrezension Epochenschwelle und Rezeption (1958) und des Aufsatzes Kritik und Rezeption (1959) lässt sich verdeutlichen, dass das Konzept zwischen Kontinuität und Diskontinuität einerseits, zwischen Textzeugnissen und Latenz andererseits vermittelt. Blumenbergs früher Rezeptionsbegriff ist nicht nur, wie von Hans Robert Jauß später nahegelegt, ein Baustein der Vorgeschichte der Konstanzer Rezeptionstheorie; neben der konzeptuell-heuristischen Funktion ist mit seiner Perspektive vielmehr ein grundlegendes verfahrenstechnisches Problem verbunden, das hier als Vorform einer Philologie der Unbegrifflichkeit gefasst wird.

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Rezeption

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